
10 Fehler auf Unternehmenswebsites, die jeden Monat Anfragen kosten
Ihre Website bekommt Besucher, aber deutlich weniger Anfragen als erwartet? Dann fehlt möglicherweise nicht der Traffic. Häufig gehen potenzielle Kunden bereits zwischen Startseite, Leistungsseite und Kontaktformular verloren. Die folgenden zehn Fehler sehen wir auf Unternehmenswebsites besonders häufig – und viele davon lassen sich ohne kompletten Relaunch beheben.
Die 10 Fehler im Überblick
- Die Website erklärt nicht sofort, was das Unternehmen anbietet.
- Die Website spricht über sich selbst statt über das Problem des Kunden.
- Es fehlt eine klare Handlungsaufforderung.
- Vertrauen wird behauptet statt belegt.
- Leistungsseiten bleiben oberflächlich.
- Kontaktformulare erzeugen unnötige Hürden.
- Die mobile Nutzung wird vernachlässigt.
- Die Website ist langsam oder technisch instabil.
- SEO und interne Verlinkung bringen Besucher auf die falschen Seiten – oder gar keine.
- Niemand misst, welche Seiten tatsächlich Anfragen erzeugen.
Je nach Website kann bereits einer dieser Punkte einen erheblichen Unterschied machen. Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst viele Änderungen gleichzeitig umzusetzen, sondern den größten Engpass zuerst zu finden.
Eine Anfrage geht selten erst am Kontaktformular verloren
Der Besucher trifft auf Ihrer Website eine Reihe kleiner Entscheidungen. An jeder dieser Stellen kann Interesse wachsen – oder verschwinden.
Wenn beispielsweise 1.000 potenzielle Interessenten Ihre Website besuchen, müssen diese nicht erst am Formular verloren gehen.
Ein Teil kann bereits abspringen, weil:
- die Überschrift unklar ist,
- die Website veraltet wirkt,
- die gewünschte Leistung schwer zu finden ist,
- keine überzeugenden Referenzen sichtbar sind,
- der nächste Schritt nicht erkennbar ist oder
- die mobile Nutzung zu umständlich ist.
Wenn Ihre Website bereits relevante Besucher erhält, kann es wirtschaftlicher sein, zunächst mehr aus diesem vorhandenen Traffic zu machen, bevor zusätzliches Budget in SEO, Anzeigen oder andere Besucherquellen investiert wird.
Genau darum geht es bei der Conversion-Rate-Optimierung : vorhandenen Traffic gezielter zu Anfragen, Käufen oder anderen gewünschten Aktionen zu führen.
Schnelldiagnose: Welches Problem haben Sie?
Wählen Sie die Aussage, die Ihre aktuelle Situation am besten beschreibt.
Problem wahrscheinlich stärker bei Sichtbarkeit und Reichweite
Wenn praktisch niemand Ihre Website besucht, kann selbst eine sehr gute Conversion Rate nur wenige Anfragen erzeugen.
Prüfen Sie insbesondere:
- Google-Sichtbarkeit,
- Leistungs- und Standortseiten,
- Keyword-Abdeckung,
- Indexierung,
- lokales SEO und
- bestehende Rankings.
Starker Hinweis auf Conversion-Probleme
Wenn relevante Besucher vorhanden sind, aber nur wenige Kontakt aufnehmen, sollten Sie zuerst Botschaft, Vertrauen, Leistungsseiten, CTAs, Formulare und mobile Nutzerführung untersuchen.
Positionierung und Vorqualifizierung prüfen
Wenn viele Anfragen eingehen, aber kaum passende Kunden dabei sind, kann die Website Erwartungen falsch setzen.
Prüfen Sie beispielsweise:
- für wen die Leistung gedacht ist,
- welche Leistungen ausdrücklich nicht angeboten werden,
- Preisrahmen,
- Region beziehungsweise Einsatzgebiet und
- Projektvoraussetzungen.
Die Website erklärt nicht sofort, was das Unternehmen anbietet
Einer der teuersten Website-Fehler beginnt direkt im ersten sichtbaren Bereich.
Überschriften wie:
- „Willkommen bei uns“
- „Qualität, die überzeugt“
- „Ihr Partner für die Zukunft“
- „Gemeinsam erfolgreich“
klingen positiv, beantworten aber eine entscheidende Frage nicht:
Was bietet dieses Unternehmen eigentlich an?
Neue Besucher kennen Ihr Unternehmen häufig nicht. Wenn sie erst scrollen, Menüs öffnen oder mehrere Absätze lesen müssen, bevor sie das Angebot verstehen, entsteht unnötige Unsicherheit.
Die Hauptüberschrift sollte möglichst klar Leistung, Zielgruppe oder Nutzen kommunizieren. Der Besucher sollte innerhalb weniger Sekunden erkennen, ob er auf der richtigen Website gelandet ist.
Beispiel
Unklar:
„Wir bringen Ihr Unternehmen nach vorne.“
Klarer:
„Webdesign und SEO für mittelständische Unternehmen im Ruhrgebiet.“
Zeigen Sie Ihre Startseite einer Person, die Ihr Unternehmen nicht kennt. Lassen Sie die Website fünf Sekunden ansehen und fragen Sie anschließend: „Was bietet diese Firma an?“
Die Website spricht fast ausschließlich über das eigene Unternehmen
Viele Unternehmenswebsites beginnen mit:
„Wir sind seit 1994 Ihr zuverlässiger Partner und verfügen über jahrzehntelange Erfahrung.“
Diese Informationen können später wichtig sein. Der Besucher kommt aber zunächst mit einem eigenen Problem.
Er fragt beispielsweise:
- Kann diese Firma mein Problem lösen?
- Bietet sie genau meine gewünschte Leistung?
- Wie läuft die Zusammenarbeit?
- Was kostet das?
- Wie schnell bekomme ich Hilfe?
Wenn Nutzer viele Unternehmensfloskeln lesen, aber keine Antwort auf ihre eigene Situation finden, wirkt die Seite weniger relevant.
Beginnen Sie wichtige Leistungsseiten mit dem Problem, Bedarf oder Ziel des Kunden. Erst danach erklären Sie, warum Ihr Unternehmen die richtige Lösung dafür anbietet.
Unternehmen, Team und Erfahrung gehören auf eine gute Website. Die Inhalte sollten jedoch immer erklären, warum diese Informationen für den Kunden relevant sind.
Der Besucher weiß nicht, was er als Nächstes tun soll
Eine Website kann alle Informationen enthalten und trotzdem kaum Anfragen erzeugen, wenn es keinen klaren nächsten Schritt gibt.
Typische Handlungen sind:
- Beratung vereinbaren,
- Angebot anfragen,
- Termin buchen,
- anrufen,
- Rückruf anfordern oder
- Projekt beschreiben.
Menschen möchten nicht nach dem Kontaktweg suchen. Eine Handlungsaufforderung sollte genau in dem Moment verfügbar sein, in dem Interesse entstanden ist.
Definieren Sie pro Seite einen primären nächsten Schritt und wiederholen Sie diesen an sinnvollen Stellen.
Typische CTA-Positionen
- im Hero-Bereich,
- nach wichtigen Leistungsargumenten,
- nach Referenzen,
- nach FAQ und
- am Seitenende.
Wenn gleichzeitig „Anrufen“, „Newsletter“, „PDF herunterladen“, „Facebook folgen“, „WhatsApp“, „Termin“, „Angebot“ und „Blog lesen“ gleich stark konkurrieren, kann die Entscheidung schwieriger statt einfacher werden.
Öffnen Sie Ihre wichtigste Leistungsseite. Können Sie innerhalb von drei Sekunden erkennen, welche Handlung der Besucher als Nächstes ausführen soll?
Die Website behauptet Vertrauen, liefert aber keine Beweise
„Zuverlässig“, „professionell“, „kompetent“ und „kundenorientiert“ stehen auf tausenden Unternehmenswebsites.
Diese Begriffe sind schwach, solange sie nicht belegt werden.
Stärkere Vertrauenssignale sind beispielsweise:
- konkrete Referenzen,
- echte Projektbeispiele,
- Kundenbewertungen,
- Fallstudien,
- Fotos realer Mitarbeiter,
- klar benannte Ansprechpartner,
- Zertifizierungen,
- Mitgliedschaften und
- nachvollziehbare Erfahrung.
Je höher Preis, Risiko oder Erklärungsbedarf einer Dienstleistung sind, desto mehr Sicherheit möchte ein potenzieller Kunde vor dem Erstkontakt.
Ersetzen Sie allgemeine Versprechen durch konkrete Belege. Zeigen Sie nicht nur, dass Sie gut sind – zeigen Sie, was Sie bereits gemacht haben.
Schwach:
„Wir haben viele zufriedene Kunden.“
Stärker:
„Website-Relaunch für einen Maschinenbauer: neue Produktstruktur, mehrsprachige Leistungsseiten und technische SEO-Migration.“
Leistungsseiten bestehen nur aus wenigen allgemeinen Absätzen
Eine typische schwache Leistungsseite erklärt in 200 Wörtern, dass das Unternehmen eine bestimmte Dienstleistung anbietet.
Das reicht für eine Kaufentscheidung häufig nicht.
Eine gute Leistungsseite sollte unter anderem beantworten:
- Was genau wird angeboten?
- Für wen ist die Leistung gedacht?
- Welches Problem wird gelöst?
- Wie läuft die Zusammenarbeit?
- Welche Leistungen sind enthalten?
- Welche Ergebnisse sind realistisch?
- Welche Kosten beziehungsweise Preismodelle gibt es?
- Welche Fragen stellen Kunden häufig?
- Wie startet das Projekt?
Fehlende Informationen führen nicht automatisch dazu, dass der Interessent anruft. Häufig vergleicht er einfach den nächsten Anbieter, dessen Website seine Fragen besser beantwortet.
Bauen Sie jede zentrale Leistung als eigenständige Landingpage auf, die sowohl Suchintention als auch Kaufentscheidung unterstützt.
Sie reduzieren Unsicherheit. Je mehr relevante Fragen vor dem Erstkontakt beantwortet werden, desto leichter kann der Besucher entscheiden, ob Ihr Angebot zu ihm passt.
Wenn wichtige Leistungsseiten zusätzlich bei Google gefunden werden sollen, sollte ihre Struktur mit einer sauberen SEO-Strategie abgestimmt werden.
Das Kontaktformular fühlt sich wie ein Kreditantrag an
Name, E-Mail, Telefon, Firma, Adresse, Mitarbeiterzahl, Jahresumsatz, Budget, Wunschdatum, Branche, Nachricht, Datenschutzbestätigung …
Viele Formulare versuchen bereits beim ersten Kontakt sämtliche Informationen einzusammeln.
Doch jedes Pflichtfeld erzeugt Arbeit.
Besonders mobile Nutzer können lange Formulare abbrechen, wenn der Aufwand nicht zum wahrgenommenen Nutzen des Erstkontakts passt.
Fragen Sie im ersten Schritt nur Informationen ab, die Sie tatsächlich brauchen, um sinnvoll reagieren zu können. Weitere Details können im Gespräch folgen.
Für viele Dienstleister reichen zunächst:
- Name,
- E-Mail oder Telefon,
- Unternehmen und
- kurze Projektbeschreibung.
Bei hochpreisigen, komplexen oder kapazitätskritischen Leistungen können zusätzliche Fragen sinnvoll sein. Dann sollten diese Fragen bewusst der Vorqualifizierung dienen – nicht einfach „weil man die Daten vielleicht später gebrauchen könnte“.
Öffnen Sie Ihr Kontaktformular auf dem Smartphone und füllen Sie es selbst vollständig aus. Fühlt sich der Aufwand für einen ersten unverbindlichen Kontakt angemessen an?
Die Website wurde für den Desktop gestaltet und mobil nur „angepasst“
Eine responsive Website ist heute Grundvoraussetzung. Doch „passt irgendwie auf den Bildschirm“ bedeutet noch keine gute mobile Nutzererfahrung.
Typische mobile Probleme:
- zu kleine Schrift,
- winzige Buttons,
- zu große Abstände,
- Hero-Bereiche mit riesigen Bildern,
- komplizierte Menüs,
- Formulare mit schlechter Tastaturbedienung,
- Tabellen, die seitlich herausragen und
- Kontaktoptionen, die erst nach langem Scrollen erscheinen.
Wer mobil schnell einen Dienstleister sucht, möchte nicht zoomen, horizontal scrollen oder einen winzigen Menüpunkt treffen.
Prüfen Sie wichtige Seiten und Formulare auf echten Smartphones. Behandeln Sie die mobile Darstellung als eigenen Nutzungskontext, nicht als verkleinerte Desktopversion.
Telefonnummer, Adresse, Termin und Anfrage sollten mobil besonders leicht erreichbar sein.
Google crawlt und indexiert Websites mit Smartphone-Googlebot. Die mobile Version sollte deshalb auch aus SEO-Sicht vollständige und zugängliche Inhalte enthalten.
Die Website reagiert langsam oder wirkt technisch instabil
Eine Website muss nicht in jedem Labortest 100 Punkte erreichen. Sie sollte sich für reale Nutzer jedoch schnell und zuverlässig anfühlen.
Probleme entstehen beispielsweise durch:
- überdimensionierte Bilder,
- unnötige Videos,
- zu viele externe Skripte,
- alte Plugins,
- schwaches Hosting,
- überladene Page Builder oder
- technische Fehler.
Eine langsame Website erhöht Reibung genau dort, wo ein Interessent Informationen vergleichen oder ein Formular öffnen möchte. Technische Instabilität wirkt zusätzlich wenig vertrauenswürdig.
Testen Sie nicht nur die Startseite. Prüfen Sie die wichtigste Leistungsseite, Kontaktseite, Formulare und mobile Darstellung separat.
Aktuelle Core Web Vitals als Orientierung
| Kennzahl | Wofür? | Guter Richtwert |
|---|---|---|
| LCP | Ladeperformance | bis 2,5 Sekunden |
| INP | Reaktionsfähigkeit | bis 200 ms |
| CLS | visuelle Stabilität | bis 0,1 |
Optimieren Sie nicht für eine hübsche Zahl, sondern dafür, dass Besucher schnell verstehen, navigieren und Kontakt aufnehmen können.
SEO bringt Besucher auf die falsche Seite – oder gar keine
Eine Website kann conversion-stark sein und trotzdem wenig Geschäft erzeugen, wenn sie für relevante Suchanfragen nicht gefunden wird.
Umgekehrt kann eine Website viel organischen Traffic erhalten, aber Besucher auf unpassende Blogartikel schicken, obwohl eine Leistungsseite die bessere Zielseite wäre.
Typische SEO-Strukturprobleme:
- mehrere völlig unterschiedliche Leistungen auf einer Seite,
- fehlende eigenständige Leistungsseiten,
- schwache Seitentitel,
- unverständliche Überschriften,
- fehlende interne Links,
- keine Standortseiten bei lokalem Geschäft,
- versehentliche Noindex-Probleme und
- informatorischer Traffic ohne Übergang zur Leistung.
Wenn Google nicht erkennt, welche Seite für eine Suchanfrage relevant ist, erreichen weniger potenzielle Kunden die richtige Landingpage.
Ordnen Sie den wichtigsten Suchintentionen eindeutige Zielseiten zu und verknüpfen Sie diese über sinnvolle interne Links.
Beispiel
Eine Webagentur bietet:
- Webdesign,
- SEO,
- WooCommerce und
- WordPress-Wartung.
Statt alles auf einer einzigen Seite zu erklären, sollten die Leistungen jeweils ausreichend starke Landingpages besitzen.
Wenn zunächst die technische SEO-Basis fehlt, kann eine strukturierte Grundoptimierung wie unser SEO JUMPSTART sinnvoll sein.
Niemand weiß, welche Seiten tatsächlich Anfragen erzeugen
Viele Unternehmen kennen ihre monatlichen Besucherzahlen.
Aber sie können Fragen wie diese nicht beantworten:
- Welche Landingpage erzeugt die meisten Anfragen?
- Welche Trafficquelle bringt qualifizierte Leads?
- Wie häufig wird das Kontaktformular abgeschickt?
- Welche Leistung erzeugt kaum Conversions?
- Welche Seiten werden kurz vor einer Anfrage besucht?
Ohne Messung werden Änderungen nach Geschmack priorisiert. Dann wird beispielsweise das Design des Footers diskutiert, während das wichtigste Kontaktformular seit Wochen kaum genutzt wird.
Definieren Sie die wichtigsten Conversions und messen Sie sie regelmäßig. Dazu können Formularanfragen, Klicks auf Telefonnummern, Terminbuchungen oder andere relevante Aktionen gehören.
Erst wenn Sie wissen, welche Seiten Besucher erhalten und welche davon Anfragen erzeugen, lässt sich Conversion-Optimierung sinnvoll priorisieren.
Welche Fehler sollten Sie zuerst beheben?
Nicht jeder Fehler ist gleich teuer. Priorisieren Sie nach Auswirkung auf die Kaufentscheidung und nach Reichweite.
| Fehler | Priorität | Warum? |
|---|---|---|
| Kontaktformular funktioniert nicht | Sehr hoch | Direkter Verlust vorhandener Nachfrage |
| Mobil kaum nutzbar | Sehr hoch | Großer Teil der Nutzer kann schlecht konvertieren |
| Unklare Botschaft | Sehr hoch | Besucher verstehen das Angebot nicht |
| Keine klare CTA | Hoch | Besucher wissen nicht, wie es weitergeht |
| Fehlende Vertrauenssignale | Hoch | Entscheidung wird unnötig riskant |
| Schwache Leistungsseite | Hoch | Wichtige Kaufargumente fehlen |
| Langsame Website | Hoch | Zusätzliche Reibung im gesamten Funnel |
| SEO-Strukturproblem | Hoch | Potenzielle Kunden erreichen die Seite nicht |
| Keine Conversion-Messung | Mittel bis hoch | Optimierung erfolgt im Blindflug |
| Optische Detailmängel | Abhängig vom Kontext | Nicht jede kosmetische Schwäche ist geschäftskritisch |
Wenn der größte Fehler ein zu langes Anfrageformular oder eine unklare Hero-Überschrift ist, muss die Website nicht komplett neu gebaut werden.
Interaktiver Selbstcheck: Verliert Ihre Website Anfragen?
Setzen Sie ein Häkchen bei jeder Aussage, die aktuell eindeutig zutrifft. Zählen Sie anschließend Ihre Häkchen.
Was bedeutet Ihr Ergebnis?
0–3 Punkte
Die Website erfüllt mehrere zentrale Aufgaben wahrscheinlich nicht ausreichend. Bevor zusätzliches Marketingbudget investiert wird, sollte die Basis aus Botschaft, mobilem Webdesign, Vertrauen, Kontaktweg und Technik untersucht werden.
4–6 Punkte
Die Website besitzt eine brauchbare Grundlage, verliert aber wahrscheinlich an mehreren Stellen potenzielle Interessenten. Eine gezielte Überarbeitung kann hier häufig bereits viel bewirken.
7–8 Punkte
Die wesentlichen Grundlagen funktionieren. Jetzt lohnt es sich, Conversion-Daten auszuwerten und die schwächsten Seiten gezielt weiterzuentwickeln.
9–10 Punkte
Die Website ist grundsätzlich gut aufgestellt. Weitere Fortschritte kommen nun eher über Tests, bessere Inhalte, zusätzliche SEO-Sichtbarkeit und kontinuierliche Optimierung.
Für einen schnellen zusätzlichen Check können Sie auch unseren kostenlosen Website-Check nutzen. Dort werden Design, SEO, Performance und Conversion gemeinsam betrachtet.
Brauchen Sie mehr Besucher – oder eine bessere Website?
Diese Frage sollte vor jeder größeren Marketingmaßnahme beantwortet werden.
Problem: Zu wenig relevanter Traffic
Wenn nur wenige potenzielle Kunden auf die Website kommen, sollten SEO, Local SEO, Content und andere Reichweitenkanäle stärker geprüft werden.
Problem: Traffic vorhanden, kaum Leads
Dann liegt der größere Hebel häufig bei Positionierung, Nutzerführung, Vertrauen, Leistungsseiten und Kontaktprozess.
SEO und Conversion-Optimierung arbeiten zusammen. Relevante Suchanfragen bringen die richtigen Besucher auf die passenden Landingpages – und diese Seiten führen sie verständlich zur Anfrage.
Reicht eine Optimierung – oder braucht die Website einen Relaunch?
Nicht jeder Conversion-Fehler rechtfertigt einen kompletten Neubau.
Gezielte Optimierung kann reichen, wenn …
- die technische Basis stabil ist,
- die Website mobil grundsätzlich funktioniert,
- bestehende Rankings wertvoll sind,
- Seitenstruktur weitgehend sinnvoll ist und
- Probleme vor allem Inhalte, CTAs oder Conversion betreffen.
Ein Relaunch wird interessanter, wenn …
- Technik stark veraltet ist,
- mobile Nutzung grundlegend scheitert,
- Navigation und Seitenstruktur nicht mehr funktionieren,
- Design und Inhalte nahezu vollständig ersetzt werden müssen oder
- zahlreiche technische Altlasten bestehen.
Eine ausführliche Entscheidungshilfe finden Sie in unserem Ratgeber Website-Relaunch oder bestehende Website überarbeiten? .
Alternativ können Sie mit unserem kostenlosen Website-Redesign-Check Design, Technik, Inhalte, SEO und Conversion strukturiert bewerten.
Der 7-Schritte-Plan für mehr Anfragen über Ihre Website
Traffic und Conversions messen
Zuerst klären, wie viele relevante Besucher kommen und wie viele davon tatsächlich Kontakt aufnehmen.
Die wichtigsten Einstiegsseiten finden
Nicht jede Unterseite besitzt dieselbe Bedeutung. Prüfen Sie zuerst Startseite und wichtigste Leistungsseiten.
Botschaft vereinfachen
Leistung, Zielgruppe und Nutzen müssen schnell verständlich werden.
Vertrauen sichtbar machen
Referenzen, Projekte, Bewertungen und Ansprechpartner an den richtigen Stellen integrieren.
Kontaktweg vereinfachen
CTAs und Formulare auf Desktop und Smartphone überprüfen.
Technische und SEO-Grundlagen prüfen
Performance, mobile Darstellung, Indexierung und interne Verlinkung kontrollieren.
Änderungen messen
Nach der Optimierung vergleichen, ob mehr qualifizierte Anfragen entstehen.
Ein weiterer unterschätzter Fehler: Die Website wird nach dem Launch nie wieder angefasst
Eine Website kann beim Launch hervorragend sein und innerhalb einiger Jahre deutlich an Wirkung verlieren.
Unternehmen verändern sich:
- Leistungen kommen hinzu,
- Preise ändern sich,
- Mitarbeiter wechseln,
- neue Referenzen entstehen,
- Suchverhalten verändert sich und
- technische Anforderungen entwickeln sich weiter.
Deshalb sollten Unternehmenswebsites regelmäßig inhaltlich und technisch überprüft werden.
Welche Aufgaben dabei sinnvoll sind, erklären wir ausführlich unter Website-Pflege: Aufgaben, Kosten und Checkliste .
Häufige Fragen zu Unternehmenswebsites und mehr Anfragen
Warum bekomme ich über meine Website keine Anfragen?
Mögliche Ursachen reichen von zu wenig relevantem Traffic über unklare Leistungsseiten und fehlendes Vertrauen bis zu schlechten Formularen oder technischen Problemen. Zuerst sollte geklärt werden, ob ausreichend passende Besucher vorhanden sind und an welcher Stelle sie die Website verlassen.
Wie viele Website-Besucher brauche ich für eine Anfrage?
Dafür gibt es keinen festen Wert. Eine hoch spezialisierte B2B-Website kann mit wenigen, sehr passenden Besuchern gute Ergebnisse erzielen. Eine Website mit überwiegend informatorischem Traffic kann dagegen viele Besucher und trotzdem wenige direkte Anfragen haben. Entscheidend sind Trafficqualität, Angebot und Conversion Rate.
Was ist eine gute Conversion Rate für eine Unternehmenswebsite?
Eine universelle gute Conversion Rate gibt es nicht. Branche, Angebot, Preis, Trafficquelle, Art der Anfrage und Definition einer Conversion unterscheiden sich zu stark. Wichtiger ist die eigene Ausgangslage und die Frage, ob sich die Quote durch gezielte Optimierungen verbessern lässt.
Brauche ich mehr Traffic oder Conversion-Optimierung?
Wenn kaum relevante Besucher vorhanden sind, muss zunächst die Sichtbarkeit verbessert werden. Wenn bereits ausreichend passende Besucher vorhanden sind, aber wenige Anfragen entstehen, sollte die Website selbst stärker untersucht werden.
Wie wichtig ist die Startseite für Anfragen?
Die Startseite ist wichtig, aber nicht immer die wichtigste Einstiegsseite. Nutzer können über Google direkt auf eine Leistungsseite, Standortseite oder einen Blogartikel gelangen. Deshalb sollten alle strategisch wichtigen Landingpages eigenständig überzeugen können.
Wie viele Call-to-Actions braucht eine Website?
Es gibt keine feste Anzahl. Wichtig ist eine klare primäre Handlung. Auf längeren Seiten kann dieselbe CTA mehrfach an sinnvollen Stellen wiederholt werden. Zu viele gleichwertige Alternativen können dagegen unnötige Entscheidungsprobleme erzeugen.
Sollte eine Telefonnummer direkt im Header stehen?
Für viele lokale und beratungsintensive Dienstleistungen ist eine sichtbare Telefonnummer sehr hilfreich. Bei Geschäftsmodellen, bei denen Termine oder Formulare der bevorzugte Kontaktweg sind, kann eine andere primäre CTA sinnvoller sein.
Wie viele Felder sollte ein Kontaktformular haben?
So wenige wie möglich und so viele wie nötig. Für einen einfachen Erstkontakt reichen häufig Name, Kontaktmöglichkeit und eine kurze Nachricht. Bei komplexen Leistungen können zusätzliche Qualifizierungsfragen sinnvoll sein.
Sind Kundenbewertungen wichtig?
Bewertungen können ein starkes Vertrauenssignal sein, insbesondere wenn potenzielle Kunden den Anbieter noch nicht kennen. Sie wirken am besten zusammen mit weiteren konkreten Belegen wie Referenzen, Projekten und nachvollziehbarer Expertise.
Wie wichtig ist die mobile Website?
Sehr wichtig. Navigation, Kontaktwege und Formulare sollten auch auf kleinen Displays komfortabel funktionieren. Google verwendet außerdem die mobile Version von Websites für Crawling und Indexierung.
Muss meine Website einen PageSpeed-Score von 100 erreichen?
Nein. Ein guter Laborscore ist kein Geschäftsziel. Die Website sollte für reale Nutzer schnell, stabil und gut bedienbar sein. Messwerte wie Core Web Vitals helfen dabei, technische Performanceprobleme zu erkennen.
Hilft SEO automatisch bei mehr Anfragen?
SEO kann mehr relevante Besucher auf die Website bringen. Ob daraus Anfragen entstehen, hängt zusätzlich von Suchintention, Landingpage, Angebot, Vertrauen und Conversion-Prozess ab. SEO und Conversion sollten deshalb gemeinsam betrachtet werden.
Muss ich meine Website neu erstellen lassen, wenn sie kaum Anfragen bringt?
Nicht automatisch. Häufig reichen gezielte Verbesserungen an Botschaft, Leistungsseiten, CTAs, Formularen oder Vertrauen. Ein kompletter Relaunch wird eher dann sinnvoll, wenn auch Technik, Struktur, mobile Umsetzung und Design grundlegend veraltet sind.
Wie finde ich heraus, was auf meiner Website nicht funktioniert?
Beginnen Sie mit Daten: Besucherzahlen, Einstiegsseiten, Formularabschlüsse und Suchanfragen. Ergänzen Sie anschließend eine qualitative Prüfung von Botschaft, Nutzerführung, Vertrauen, Mobilansicht und Technik.
Kann Mediencenter Essen auch eine bestehende Website optimieren?
Ja. Eine Website muss nicht grundsätzlich neu erstellt werden. Bestehende Unternehmenswebsites können hinsichtlich Design, Nutzerführung, SEO, Technik und Conversion analysiert und gezielt weiterentwickelt werden.
Fazit: Nicht jeder verlorene Lead braucht mehr Marketing
Wenn eine Unternehmenswebsite kaum Anfragen erzeugt, lautet die erste Reaktion häufig:
„Wir brauchen mehr Besucher.“
Das kann stimmen.
Aber bevor zusätzliches Budget in SEO, Anzeigen oder Social Media fließt, sollte geprüft werden, was mit den bereits vorhandenen Besuchern passiert.
Denn eine Website kann Monat für Monat potenzielle Kunden verlieren, wenn:
- das Angebot nicht schnell verständlich ist,
- Inhalte zu sehr um das eigene Unternehmen kreisen,
- der nächste Schritt unklar bleibt,
- Vertrauensbelege fehlen,
- Leistungsseiten wichtige Fragen offenlassen,
- Formulare zu kompliziert sind,
- mobile Nutzung schlecht funktioniert,
- technische Performance schwach ist,
- SEO-Nutzer auf den falschen Seiten landen oder
- überhaupt nicht gemessen wird, was funktioniert.
Die gute Nachricht:
Viele dieser Probleme lassen sich gezielt beheben, ohne die gesamte Website neu aufzubauen.
Der wichtigste erste Schritt ist deshalb nicht ein neues Design.
Er lautet:
Herausfinden, an welcher Stelle potenzielle Kunden heute verloren gehen.
Ihre Website bekommt Besucher – aber zu wenige qualifizierte Anfragen?
Dann schauen wir uns nicht nur an, wie Ihre Website aussieht. Wir prüfen, ob Besucher Ihr Angebot verstehen, ob wichtige Leistungsseiten überzeugen, ob Vertrauen entsteht und ob der Weg zur Anfrage unnötige Hürden enthält.
Anschließend können wir gemeinsam entscheiden, ob gezielte Optimierungen ausreichen oder eine größere Überarbeitung sinnvoll ist.
Quellen & weiterführende Informationen
Für die technischen und SEO-bezogenen Grundlagen dieses Beitrags wurden insbesondere aktuelle Dokumentationen von Google Search Central und web.dev berücksichtigt.
- Google Search Central – hilfreiche Inhalte
Creating helpful, reliable, people-first content - Google Search Central – Mobile-first Indexing
Mobile-first indexing best practices - Google Search Central – interne Links
Link best practices for Google - Google Search Central – Page Experience
Understanding page experience - web.dev – Core Web Vitals
Web Vitals
Stand dieses Beitrags: August 2026. Webstandards, Suchmaschinen und Nutzergewohnheiten entwickeln sich weiter. Unternehmenswebsites sollten deshalb regelmäßig technisch und inhaltlich überprüft werden.





