
Ist Ihre Website noch zeitgemäß? Der 20-Punkte-Selbsttest zum Abhaken
Ihre Website funktioniert noch – aber ist sie auch noch gut? Zwischen „online erreichbar“ und „zeitgemäß“ liegt 2026 ein großer Unterschied. Eine moderne Unternehmenswebsite muss auf dem Smartphone überzeugen, schnell reagieren, Vertrauen schaffen, bei Google verständlich sein und Besucher gezielt zur nächsten Handlung führen. Mit diesem 20-Punkte-Test können Sie Ihre eigene Website in wenigen Minuten kritisch überprüfen.
Wann ist eine Website 2026 noch zeitgemäß?
Eine zeitgemäße Website ist nicht einfach eine Website mit großen Bildern, Animationen und abgerundeten Buttons. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Technik, Gestaltung, Nutzerführung, Inhalt, Vertrauen, Suchmaschinenoptimierung und Conversion.
Sie sollte innerhalb weniger Sekunden erklären, was Ihr Unternehmen anbietet, auf Smartphones problemlos funktionieren, schnell laden, aktuell wirken und Interessenten ohne Umwege zu Kontakt, Anfrage, Termin oder Kauf führen.
Der 20-Punkte-Website-Selbsttest
Setzen Sie ein Häkchen, wenn die Aussage für Ihre Website eindeutig zutrifft. Wenn Sie zögern oder „eigentlich schon“ denken, lassen Sie den Punkt zunächst frei. Zählen Sie anschließend Ihre Häkchen.
Jetzt Häkchen zählen
Jedes eindeutige „Ja“ gibt einen Punkt. Die Punktzahl dient als Orientierung – einzelne kritische Probleme können wichtiger sein als mehrere kleinere Designmängel.
Was bedeutet Ihre Punktzahl?
Wählen Sie Ihre erreichte Punktzahl aus.
0–7 Punkte: Ihre Website braucht grundsätzliche Aufmerksamkeit
Wenn weniger als acht Punkte erfüllt sind, handelt es sich wahrscheinlich nicht mehr um einzelne kosmetische Schwächen. Design, Technik, Inhalte oder Nutzerführung haben sich möglicherweise über Jahre voneinander entfernt.
Hier sollte zunächst geprüft werden, ob eine umfassende Überarbeitung noch wirtschaftlich ist oder ein technischer und gestalterischer Relaunch die sauberere Lösung darstellt.
8–13 Punkte: Die Website funktioniert – verschenkt aber Potenzial
Die technische oder inhaltliche Basis ist wahrscheinlich vorhanden, doch mehrere Bereiche entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard.
Eine strukturierte Bestandsaufnahme ist sinnvoll. Häufig lassen sich Design, mobile Darstellung, SEO, Inhalte und Conversion verbessern, ohne zwangsläufig die komplette Website neu aufzubauen.
14–17 Punkte: Gute Grundlage mit gezielten Baustellen
Ihre Website ist grundsätzlich solide. Die fehlenden Punkte sollten jetzt nach wirtschaftlicher Bedeutung priorisiert werden.
Fehlendes Conversion-Tracking oder ein nicht funktionierendes Kontaktformular ist beispielsweise dringender als eine etwas altmodische Illustration.
18–20 Punkte: Sehr gute Ausgangslage
Ihre Website erfüllt viele wichtige Anforderungen an eine moderne Unternehmenswebsite.
Jetzt geht es eher um laufende Optimierung: bessere Conversion, zusätzliche SEO-Reichweite, neue Inhalte, Tests und kontinuierliche technische Pflege.
1 bis 3: Versteht ein neuer Besucher Ihre Website sofort?
Eine Website kann technisch perfekt sein und trotzdem schlecht funktionieren, wenn Besucher nicht verstehen, was das Unternehmen eigentlich anbietet.
Ist innerhalb weniger Sekunden klar, was Sie anbieten?
Öffnen Sie Ihre Startseite und betrachten Sie ausschließlich den ersten sichtbaren Bildschirmbereich.
Kann ein fremder Besucher erkennen:
- welche Leistung Sie anbieten,
- für wen sie gedacht ist und
- welchen Nutzen der Kunde davon hat?
Überschriften wie „Willkommen bei uns“, „Qualität aus Leidenschaft“ oder „Ihr Partner für die Zukunft“ klingen freundlich, erklären aber häufig kaum etwas.
Testfrage: Würde ein Branchenfremder nach fünf Sekunden verstehen, was Sie verkaufen?Wirkt das Design noch wie Ihr heutiges Unternehmen?
Zeitgemäß bedeutet nicht, jedem Designtrend hinterherzulaufen. Eine B2B-Maschinenbauwebsite darf anders aussehen als die Website eines Restaurants oder Coaches.
Problematisch wird es, wenn die Gestaltung nicht mehr zu dem Unternehmen passt, das Sie heute sind.
Typische Alterserscheinungen sind:
- sehr kleine Schrift,
- winzige Inhaltsbreite,
- alte Stockfotos,
- überladene Navigation,
- uneinheitliche Buttons,
- veraltete Icons und
- Gestaltungselemente aus mehreren Website-Generationen.
Sind die wichtigsten Leistungen schnell erreichbar?
Eine Website sollte sich an der Informationsreise des Kunden orientieren – nicht ausschließlich an Ihrer internen Unternehmensstruktur.
Wenn die wichtigste Leistung erst unter „Unternehmen → Geschäftsbereiche → Lösungen → Fachbereich“ gefunden wird, ist die Navigation möglicherweise organisatorisch korrekt, aber für potenzielle Kunden unnötig kompliziert.
4 bis 6: Funktioniert Ihre Website wirklich auf dem Smartphone?
„Responsive“ bedeutet nicht nur, dass die Website irgendwie auf ein kleineres Display passt.
Mobile Bedienung
Testen Sie die Website nicht nur im Desktop-Browser, sondern auf einem echten Smartphone.
Prüfen Sie insbesondere:
- Ist die Schrift ohne Zoomen lesbar?
- Sind Buttons groß genug?
- funktioniert das Menü?
- sind Formulare angenehm ausfüllbar?
- ragen Tabellen oder Bilder aus dem Bildschirm?
- sind Telefonnummern anklickbar?
Klare Navigation
Eine gute Navigation hilft dem Besucher dabei, eine Entscheidung zu treffen. Sie sollte nicht jede jemals erstellte Unterseite gleich stark hervorheben.
Für viele Unternehmenswebsites reicht eine übersichtliche Hauptnavigation mit Leistungen, Unternehmen beziehungsweise Referenzen, Wissen und Kontakt.
Lesbarkeit
Große Textwüsten, geringe Kontraste und winzige Schriftgrößen machen selbst fachlich gute Inhalte anstrengend.
Moderne Lesbarkeit entsteht durch:
- ausreichende Schriftgröße,
- klare Hierarchie,
- angenehme Zeilenlängen,
- genügend Weißraum,
- sinnvolle Zwischenüberschriften und
- gute Farbkontraste.
7 und 8: Ist Ihre Website schnell und stabil?
Geschwindigkeit ist kein rein technischer Luxus. Eine langsame Website verschlechtert die Nutzung bereits bevor ein Besucher Ihren ersten Absatz gelesen hat.
Google verwendet derzeit drei Core Web Vitals: Largest Contentful Paint (LCP), Interaction to Next Paint (INP) und Cumulative Layout Shift (CLS).
Sie messen vereinfacht:
- wie schnell der wichtigste sichtbare Inhalt erscheint,
- wie schnell die Website auf Interaktionen reagiert und
- wie stabil das Layout beim Laden bleibt.
Entscheidend ist, dass reale Nutzer eine schnelle und stabile Website erleben. Core Web Vitals sind dabei ein wichtiger Messbereich, aber nicht die einzige Qualitätsdimension einer Website.
Lädt die Website schnell?
Achten Sie besonders auf große Hero-Bilder, Videos, Fonts, Tracking-Skripte, Page Builder und unnötige Plugins.
Eine Website, die auf dem schnellen Büro-WLAN akzeptabel wirkt, kann auf einem älteren Smartphone über Mobilfunk deutlich träger sein.
Reagiert die Website schnell und bleibt das Layout stabil?
Wenn ein Besucher auf ein Menü klickt und erst deutlich später etwas passiert, fühlt sich die Website defekt an.
Ebenso störend sind Buttons und Texte, die während des Ladens plötzlich ihre Position ändern.
9 und 10: Ist Ihre Website inhaltlich noch auf dem aktuellen Stand?
Sind alle Informationen aktuell?
Veraltete Inhalte sind eines der deutlichsten Zeichen dafür, dass eine Website nicht mehr aktiv betreut wird.
Suchen Sie gezielt nach:
- alten Telefonnummern,
- ehemaligen Mitarbeitern,
- nicht mehr angebotenen Leistungen,
- alten Preisangaben,
- abgelaufenen Aktionen,
- veralteten Öffnungszeiten,
- alten Jahreszahlen und
- nicht mehr funktionierenden Links.
Beantwortet die Website echte Kundenfragen?
Viele ältere Websites bestehen hauptsächlich aus Aussagen wie „Qualität“, „Service“, „Erfahrung“ und „Kundenzufriedenheit“.
Das reicht heute selten aus.
Ein Interessent möchte konkrete Antworten:
- Was bekomme ich?
- Wie läuft die Zusammenarbeit?
- Was kostet es ungefähr?
- Wie lange dauert es?
- Für wen eignet sich die Leistung?
- Was unterscheidet Sie vom Wettbewerb?
11 bis 14: Führt Ihre Website Besucher aktiv zur Anfrage?
Eine Website kann schön aussehen und viel Traffic erhalten – und trotzdem kaum neue Kunden bringen.
Ist der nächste Schritt klar?
Jede wichtige Seite sollte eine sinnvolle nächste Handlung anbieten:
- Beratung vereinbaren,
- Angebot anfragen,
- Termin buchen,
- anrufen,
- Produkt kaufen oder
- weitere relevante Informationen ansehen.
Eine Handlungsaufforderung muss nicht aggressiv sein. Sie muss lediglich eindeutig sein.
Sind Kontaktmöglichkeiten leicht erreichbar?
Der Kontaktbereich sollte nicht zu einer Schnitzeljagd werden. Besonders lokale Dienstleister profitieren davon, Telefonnummer und Anfrageoption sichtbar anzubieten.
Zeigt die Website echte Vertrauenssignale?
Eigene Behauptungen wie „Wir sind zuverlässig“ sind schwächer als konkrete Belege.
Gute Vertrauenssignale können sein:
- echte Referenzen,
- Projektbeispiele,
- Kundenbewertungen,
- Fotos des Teams,
- klarer Ansprechpartner,
- Zertifizierungen,
- nachvollziehbare Erfahrung und
- transparenter Projektablauf.
Sind Ihre Formulare einfach?
Ein Erstkontakt benötigt selten 18 Pflichtfelder.
Prüfen Sie kritisch, welche Informationen Sie wirklich brauchen, um den nächsten Schritt mit einem Interessenten einzuleiten.
Wenn Ihre Website bereits Besucher erhält, aber daraus zu wenige Anfragen entstehen, lohnt sich eine gezielte Conversion-Rate-Optimierung .
15 und 16: Kann Google Ihre Website richtig verstehen?
Besitzen Ihre wichtigen Seiten eine klare Suchintention?
Eine moderne SEO-Struktur bedeutet nicht, möglichst viele Keywords in dieselbe Seite zu schreiben.
Wichtige Leistungen sollten klar strukturiert und jeweils verständlich beschrieben sein.
Prüfen Sie:
- besitzt jede wichtige Seite einen aussagekräftigen Title?
- gibt es eine klare Hauptüberschrift?
- ist das Thema der Seite eindeutig?
- existieren interne Links?
- werden wichtige Kundenfragen beantwortet?
Kann Google die richtigen Seiten indexieren?
Eine gute Website benötigt eine saubere technische Grundlage.
Dazu gehören unter anderem:
- korrekte Indexierbarkeit,
- sinnvolle Canonical-Tags,
- XML-Sitemap,
- funktionierende interne Links,
- saubere Weiterleitungen und
- keine versehentlichen noindex-Einstellungen.
Wenn SEO-Grundlagen fehlen, finden Sie weitere Informationen unter Suchmaschinenoptimierung und bei unserem SEO JUMPSTART .
17: Wurde Barrierefreiheit überhaupt einmal geprüft?
Kann die Website auch von Menschen mit Einschränkungen gut genutzt werden?
Barrierefreiheit ist nicht nur ein rechtliches Thema. Viele Maßnahmen verbessern die Website für alle Nutzer.
Prüfen Sie beispielsweise:
- sind Texte ausreichend kontrastreich?
- kann die Navigation per Tastatur genutzt werden?
- besitzen informative Bilder sinnvolle Alternativtexte?
- sind Formularfelder verständlich beschriftet?
- ist der Fokus bei Tastaturbedienung sichtbar?
- sind Links verständlich benannt?
- funktioniert die Website bei Vergrößerung?
Seit dem 28. Juni 2025 gelten in Deutschland die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes für bestimmte erfasste Produkte und Dienstleistungen. Nicht jede reine Unternehmens-Präsentationsseite ist automatisch betroffen. Besonders bei Onlineshops, Buchungen und anderen verbraucherbezogenen digitalen Vertragsprozessen sollte der konkrete Anwendungsbereich geprüft werden.
Unser ausführlicher BFSG-Entscheidungsbaum für Websites hilft bei einer ersten Einordnung.
18: Wissen Sie, welche externen Dienste Ihre Website lädt?
Datenschutz, Cookie-Banner und externe Inhalte
Eine Website kann über die Jahre zahlreiche externe Dienste ansammeln:
- Analytics,
- Marketing-Pixel,
- Google Maps,
- YouTube,
- Google Fonts,
- Chatbots,
- Newsletter-Systeme,
- Captcha-Dienste und
- Social-Media-Einbindungen.
Prüfen Sie regelmäßig, welche Dienste tatsächlich noch benötigt werden und ob Cookie-Banner, Datenschutzerklärung und technische Einbindung dazu passen.
Eine strukturierte Übersicht finden Sie in unserem DSGVO Website Check .
19: Wer kümmert sich nach dem Launch um Ihre Website?
Updates, Backups und technische Pflege
Eine zeitgemäße Website ist kein einmal abgeschlossenes Projekt. WordPress, Plugins, Themes und Hostingumgebungen entwickeln sich weiter.
Es sollte deshalb klar geregelt sein:
- wer Updates durchführt,
- wie Backups erstellt werden,
- wer technische Fehler kontrolliert,
- wie Sicherheitsprobleme behandelt werden und
- wer bei einem Ausfall Ansprechpartner ist.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber Website-Pflege: Aufgaben, Kosten und Checkliste .
20: Wissen Sie, ob Ihre Website überhaupt funktioniert – wirtschaftlich gesehen?
Messen Sie mehr als Besucherzahlen?
Die entscheidende Kennzahl einer Unternehmenswebsite ist selten „Wie viele Besucher hatten wir?“
Wichtiger ist:
- Wie viele Anfragen entstehen?
- Wie viele Anrufe kommen über die Website?
- Welche Landingpages erzeugen Leads?
- Welche Kanäle bringen Kunden?
- Wie hoch ist die Conversion Rate?
- Wo brechen Besucher ab?
Ohne diese Informationen bleibt die Website teilweise eine Blackbox.
Wenn Sie ein Gefühl dafür bekommen möchten, was eine bessere Conversion Rate wirtschaftlich bedeuten könnte, können Sie unseren kostenlosen Lead-Rechner für Dienstleister verwenden.
Nicht alle fehlenden Punkte sind gleich wichtig
Die Punktzahl ist bewusst einfach gehalten. In der Praxis sollten Probleme nach Auswirkung priorisiert werden.
| Problem | Priorität | Warum? |
|---|---|---|
| Website auf Mobilgeräten kaum nutzbar | Sehr hoch | Ein großer Teil potenzieller Kunden kann die Seite nicht komfortabel nutzen. |
| Kontaktformular funktioniert nicht | Sehr hoch | Direkter Verlust potenzieller Anfragen. |
| Website nicht indexierbar | Sehr hoch | Organische Google-Sichtbarkeit kann stark eingeschränkt sein. |
| Keine aktuellen Backups | Sehr hoch | Technischer Fehler oder Angriff kann zu erheblichem Datenverlust führen. |
| Unklare Botschaft | Hoch | Besucher verstehen Angebot und Nutzen nicht. |
| Keine eindeutige CTA | Hoch | Interessenten wissen nicht, wie es weitergeht. |
| Veraltete Bilder | Mittel | Beeinflusst Vertrauen und Markenwahrnehmung. |
| Leicht altmodisches Icon-Set | Niedriger | Kosmetischer Punkt, wenn Nutzung und Vertrauen ansonsten stimmen. |
Wann reicht eine Überarbeitung – und wann lohnt sich ein Relaunch?
Ein schlechtes Testergebnis bedeutet nicht automatisch, dass die gesamte Website neu entwickelt werden muss.
Überarbeitung kann reichen
- Technik ist grundsätzlich stabil.
- WordPress und Theme sind noch gut wartbar.
- Seitenstruktur funktioniert.
- SEO-Rankings sollen möglichst erhalten bleiben.
- Probleme betreffen hauptsächlich Design, Texte oder Conversion.
Relaunch wird interessanter
- Technische Basis ist stark veraltet.
- Mobile Darstellung ist grundlegend problematisch.
- Navigation und Seitenstruktur funktionieren nicht mehr.
- Viele alte Plugins und Sonderlösungen verursachen Probleme.
- Design und Inhalte müssten nahezu vollständig neu aufgebaut werden.
Eine ältere Website mit guten Rankings, sauberer Technik und funktionierender Conversion kann wirtschaftlich wertvoller sein als eine optisch spektakuläre Neuentwicklung ohne klare Strategie.
Genau diese Entscheidung behandeln wir ausführlicher in unserem Ratgeber Website-Relaunch 2026: neu bauen oder überarbeiten? .
Was tun, wenn Ihr Selbsttest schlecht ausgefallen ist?
Nicht sofort alles neu gestalten
Zuerst sollte geklärt werden, welche Probleme tatsächlich geschäftskritisch sind.
Technische Basis prüfen
Mobile Darstellung, Performance, Indexierung, Sicherheit und Wartbarkeit zuerst bewerten.
Nutzerführung analysieren
Prüfen, ob Besucher Leistungen verstehen und schnell zur gewünschten Handlung gelangen.
SEO-Daten sichern
Vor größeren strukturellen Änderungen bestehende Rankings, URLs und organischen Traffic analysieren.
Optimieren oder Relaunch entscheiden
Erst auf Basis der Analyse festlegen, ob punktuelle Verbesserungen wirtschaftlicher sind oder eine neue technische Grundlage benötigt wird.
Erfolg anschließend messen
Nach der Umsetzung nicht nur das neue Design beurteilen, sondern Anfragen, Conversions, Rankings und Nutzerverhalten vergleichen.
10 deutliche Warnsignale einer veralteten Website
„Willkommen auf unserer Homepage“
Der wichtigste Bereich der Seite erklärt nicht, was angeboten wird.
Horizontales Scrollen auf dem Smartphone
Ein klares Zeichen für eine problematische mobile Umsetzung.
Winzige Schrift
Besucher müssen zoomen oder Texte anstrengend lesen.
Kontakt nur im Footer
Interessenten müssen unnötig nach dem nächsten Schritt suchen.
Jahrelang kein Update
Technische und sicherheitsrelevante Altlasten können entstehen.
Keine echten Referenzen
Die Website behauptet Qualität, belegt sie aber nicht.
Extrem lange Ladezeit
Große Bilder, alte Plugins und unnötige Skripte bremsen die Nutzung.
Keine klare SEO-Struktur
Mehrere völlig unterschiedliche Leistungen werden auf einer einzigen Seite vermischt.
Cookie-Banner seit Jahren ungeprüft
Neue Tracking- und Drittanbieterdienste wurden möglicherweise nie berücksichtigt.
Niemand kennt die Ergebnisse
Es ist unbekannt, ob die Website überhaupt Kundenanfragen erzeugt.
Häufige Fragen: Ist meine Website noch zeitgemäß?
Wie alt darf eine Unternehmenswebsite sein?
Das Alter allein sagt wenig aus. Eine sechs Jahre alte Website kann technisch und wirtschaftlich hervorragend funktionieren, wenn sie regelmäßig gepflegt und weiterentwickelt wurde. Umgekehrt kann eine zwei Jahre alte Website bereits erhebliche Probleme besitzen. Entscheidend sind Technik, Nutzerfreundlichkeit, Inhalte, Auffindbarkeit und Ergebnisse.
Wie oft sollte eine Website neu gestaltet werden?
Es gibt keinen sinnvollen festen Relaunch-Zyklus. Eine Website sollte dann grundlegend neu entwickelt werden, wenn die bestehende technische oder strukturelle Basis die Unternehmensziele nicht mehr sinnvoll unterstützt. Regelmäßige kleinere Weiterentwicklungen können einen großen Komplett-Relaunch häufig hinauszögern.
Ist eine alte Optik allein ein Grund für einen Relaunch?
Nicht unbedingt. Wenn Technik, SEO, Inhalte und Conversion gut funktionieren, kann ein visuelles Redesign beziehungsweise eine gezielte Überarbeitung ausreichen.
Wie wichtig ist die mobile Darstellung?
Sehr wichtig. Potenzielle Kunden besuchen Unternehmenswebsites häufig über Smartphones. Navigation, Formulare, Telefonnummer, Lesbarkeit und wichtige Handlungsaufforderungen sollten deshalb auch auf kleinen Bildschirmen problemlos funktionieren.
Was sind die Core Web Vitals?
Die aktuellen Core Web Vitals sind LCP, INP und CLS. Sie messen Ladeperformance, Reaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität. Google empfiehlt als gute Schwellenwerte LCP bis 2,5 Sekunden, INP bis 200 Millisekunden und CLS bis 0,1, jeweils bezogen auf das 75. Perzentil realer Seitenaufrufe.
Muss meine Website einen PageSpeed-Score von 100 erreichen?
Nein. Ein Laborwert von 100 Punkten sollte nicht zum Selbstzweck werden. Entscheidend ist eine gute reale Nutzererfahrung. Core Web Vitals und PageSpeed-Analysen helfen dabei, Performanceprobleme zu erkennen.
Wie erkenne ich, ob meine Website bei Google indexiert ist?
Die zuverlässigste Grundlage ist die Google Search Console. Dort können Sie unter anderem prüfen, welche wichtigen Seiten indexiert sind und ob Google technische Probleme meldet.
Muss jede Website barrierefrei nach BFSG sein?
Nein, nicht jede Unternehmenswebsite fällt allein aufgrund ihrer Existenz automatisch unter das BFSG. Entscheidend sind unter anderem Art des Angebots, Zielgruppe und die Frage, ob eine erfasste Dienstleistung – beispielsweise im elektronischen Geschäftsverkehr – angeboten wird. Unabhängig von einer gesetzlichen Verpflichtung sind viele Grundlagen der Barrierefreiheit jedoch generell sinnvoll.
Ist WordPress nach einigen Jahren automatisch veraltet?
Nein. Eine laufend aktualisierte WordPress-Website kann über viele Jahre weiterentwickelt werden. Problematisch werden eher veraltete Themes, nicht mehr gepflegte Plugins, technische Altlasten oder eine Website-Struktur, die den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht.
Wie oft sollte eine Website technisch gewartet werden?
Die Website sollte regelmäßig auf Updates, Backups, technische Probleme und sicherheitsrelevante Änderungen geprüft werden. Der konkrete Rhythmus hängt von Umfang und Bedeutung der Website ab. Ein WooCommerce-Shop benötigt typischerweise einen engeren Betreuungsprozess als eine kleine statische Firmenpräsentation.
Woran erkenne ich eine schlechte Conversion Rate?
Eine niedrige Conversion Rate kann sich beispielsweise darin zeigen, dass viele Besucher auf Leistungsseiten kommen, aber kaum Kontaktformulare absenden, anrufen oder andere wichtige Aktionen durchführen. Die Bewertung hängt allerdings stark von Branche, Trafficquelle und Art der Conversion ab.
Sollte ich meine alte Website optimieren oder komplett neu bauen?
Wenn Technik und Seitenstruktur grundsätzlich solide sind, kann eine gezielte Überarbeitung wirtschaftlicher sein. Ein Relaunch wird interessanter, wenn technische Basis, Navigation, mobile Darstellung, Design und Inhalt gleichzeitig grundlegend verändert werden müssen.
Kann ich meine Website kostenlos prüfen lassen?
Ja. Mediencenter Essen bietet eine unverbindliche Ersteinschätzung bestehender Websites an. Dabei können unter anderem Gestaltung, Technik, SEO und mögliche Optimierungspotenziale betrachtet werden.
Fazit: „Noch online“ ist nicht dasselbe wie „noch zeitgemäß“
Viele Unternehmenswebsites funktionieren technisch noch jahrelang. Das allein bedeutet aber nicht, dass sie weiterhin effektiv sind.
Eine Website kann problemlos erreichbar sein und gleichzeitig:
- auf Smartphones schlecht funktionieren,
- zu langsam sein,
- bei Google kaum gefunden werden,
- veraltet wirken,
- wenig Vertrauen erzeugen und
- potenzielle Kunden nicht zur Anfrage führen.
Deshalb sollte die Entscheidung für eine Überarbeitung oder einen Relaunch nicht allein nach dem Alter der Website getroffen werden.
Entscheidend ist die Frage:
Erfüllt die Website heute noch die Aufgabe, für die Ihr Unternehmen sie benötigt?
Wenn 18 oder mehr Punkte unseres Selbsttests erfüllt sind, besitzen Sie wahrscheinlich bereits eine sehr gute Grundlage.
Bei 14 bis 17 Punkten lohnt sich gezielter Feinschliff.
Bei 8 bis 13 Punkten sollte eine strukturierte Überarbeitung geprüft werden.
Und wenn nur wenige Punkte erfüllt sind, ist eine umfassendere Bestandsaufnahme sinnvoll, bevor weiteres Geld in einzelne kosmetische Reparaturen fließt.
Ihr Selbsttest hat mehrere Baustellen gezeigt?
Dann müssen Sie nicht sofort eine komplett neue Website beauftragen. Wir schauen uns Ihre bestehende Website an und prüfen, welche Probleme tatsächlich relevant sind – und ob eine gezielte Überarbeitung reicht oder ein Relaunch wirtschaftlich sinnvoller ist.
Dabei betrachten wir nicht nur das Design, sondern auch mobile Nutzung, Technik, SEO, Inhalte, Conversion und die langfristige Wartbarkeit der Website.
Quellen & weiterführende Informationen
Für die technischen und regulatorischen Prüfpunkte dieses Artikels wurden unter anderem aktuelle offizielle Informationen von Google und der Bundesfachstelle Barrierefreiheit berücksichtigt.
- Google Search Central – Core Web Vitals
Core Web Vitals und Google Search - Google – Web Vitals
Aktuelle Kennzahlen und Schwellenwerte - Google Search Central – Page Experience
Page Experience in Google Search - Bundesfachstelle Barrierefreiheit – BFSG
Informationen zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz
Stand dieses Beitrags: August 2026. Technische Standards, Google-Systeme und rechtliche Anforderungen entwickeln sich weiter. Einzelne Prüfpunkte sollten deshalb regelmäßig neu bewertet werden.





