Ehrlichkeit vor Abschluss
Wenn ein Fahrzeug nicht zu Ihnen passt, sagen wir das — auch wenn wir es im Bestand haben und der Monat schwach läuft. Ein zurückgegebenes Fahrzeug kostet uns mehr als ein nicht verkauftes.
Zwei Generationen, zwei Standorte, 24 Mitarbeitende. Was 1978 als freie Werkstatt mit drei Hebebühnen begann, ist heute ein Premium-Mehrmarkenhaus — mit derselben Grundregel wie am ersten Tag: Man sagt den Leuten, was Sache ist.
Mehrfach hätten wir uns an eine Marke binden können. Die Konditionen waren gut, die Investitionen kalkulierbar, die Planungssicherheit verlockend. Wir haben jedes Mal abgelehnt — aus einem Grund, der uns wichtiger war: Ein Vertragshändler muss verkaufen, was der Hersteller liefert.
Als freier Mehrmarkenhändler können wir einer Kundin sagen, dass der Kombi der anderen Marke besser zu ihrem Anforderungsprofil passt. Wir verdienen dann weniger an diesem Geschäft. Aber wir behalten die Freiheit, ehrlich zu beraten — und das ist, wie sich über 46 Jahre gezeigt hat, das bessere Geschäftsmodell.
„Mein Vater hat gesagt: Man verkauft ein Auto einmal, aber einen guten Ruf verliert man auch nur einmal. Daran halten wir uns bis heute.“
— Alexander Kienbach, Geschäftsführer
Wie aus einer freien Werkstatt mit drei Hebebühnen ein Haus mit 4.200 Quadratmetern und zwei Standorten wurde.
Heinrich Kienbach eröffnet in der Rheinallee eine freie Kfz-Werkstatt mit drei Hebebühnen und zwei Mitarbeitern. Der Fahrzeughandel entsteht zunächst nebenbei — aus Kundenfahrzeugen, die in Zahlung genommen werden.
Auf dem Nachbargrundstück entsteht eine Halle mit Platz für zwölf Fahrzeuge. Der Gebrauchtwagenhandel wird zum zweiten Standbein neben der Werkstatt.
Statt Lackarbeiten wie bisher auszulagern, investiert der Betrieb in eine eigene Kabine. Die Entscheidung gilt damals als riskant — heute ist sie der Grund, warum wir Termine zusagen können.
Alexander Kienbach übernimmt die Geschäftsführung von seinem Vater. Der Schwerpunkt verschiebt sich in Richtung Premiumfahrzeuge, das Werkstattgeschäft bleibt bewusst markenoffen.
Im Industriering entsteht der zweite Standort mit Werkstatt, Reifenlager und Aufbereitung. Das Haupthaus wird zum reinen Verkaufs- und Beratungsstandort umgebaut.
Nach zwei unangenehmen Garantiefällen entwickeln wir ein eigenes Prüfprotokoll. Die Ablehnungsquote im Ankauf steigt von 6 auf 21 Prozent — die Garantiequote fällt von 11 auf 4,1 Prozent.
Zwei Werkstattplätze werden für Arbeiten an Hochvoltsystemen ausgerüstet, zwei Mitarbeiter erwerben die Qualifikation Stufe 3. Heute machen Elektro- und Hybridfahrzeuge rund ein Drittel unseres Werkstattgeschäfts aus.
Die Durchschnittsbewertung liegt bei 4,9 von 5 Sternen bei einer Weiterempfehlungsquote von 98,4 Prozent. Der Fahrzeugbestand umfasst 247 Fahrzeuge über beide Standorte.
Jedes Unternehmen hat Werte auf der Website stehen. Diese hier lassen sich überprüfen — fragen Sie unsere Kundinnen und Kunden.
Wenn ein Fahrzeug nicht zu Ihnen passt, sagen wir das — auch wenn wir es im Bestand haben und der Monat schwach läuft. Ein zurückgegebenes Fahrzeug kostet uns mehr als ein nicht verkauftes.
Bei uns gibt es kein Ticketsystem. Sie haben einen Ansprechpartner mit Namen, Durchwahl und Handynummer — und dieselbe Person auch beim vierten Werkstattbesuch in fünf Jahren.
Ein aufpoliertes Fahrzeug mit vernachlässigter Technik verkauft sich leichter als umgekehrt. Wir machen es trotzdem andersherum: erst Technik, dann Optik.
Lackierung, Aufbereitung, Gutachten und Werkstatt machen wir selbst. Das kostet Fläche und Personal — und erspart uns die Ausrede, ein Dienstleister sei schuld gewesen.
Wir wollen nicht das eine Fahrzeug verkaufen, sondern die nächsten drei. Das verändert, wie man berät — vor allem dann, wenn eine ehrliche Antwort den Abschluss kostet.
Eine Fahrzeugübergabe dauert bei uns 45 Minuten. Ein Beratungsgespräch selten unter einer Stunde. Wer schneller sein will, ist bei einem Online-Portal besser aufgehoben.
Die niedrige Fluktuation ist kein Zufall. Wir zahlen über Tarif, arbeiten in der Werkstatt keine Samstage und lassen jede Kollegin und jeden Kollegen mindestens fünf Fortbildungstage pro Jahr nehmen — bezahlt.
Das rechnet sich: Ein Mechatroniker, der Ihr Fahrzeug seit acht Jahren kennt, findet Fehler schneller als jeder Diagnosecomputer. Und eine Verkäuferin, die weiß, dass sie in fünf Jahren noch hier arbeitet, verkauft anders als jemand mit Quartalsziel.
Kommen Sie vorbei, trinken Sie einen Kaffee und schauen Sie sich um. Wir zeigen Ihnen gern die Werkstatt und die Lackiererei — auch wenn Sie gerade kein Fahrzeug suchen.