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Verschleißschutz durch Materialvergütung: Wir schweißen eine korrosionsbeständige und verschleißfeste Oberfläche auf – statt zu härten und hartzuverchromen.

Die Herausforderung

Nichts verschleißt so gründlich wie Erde und Stein.

Einzelne Komponenten bei landwirtschaftlichen Maschinen unterliegen einer extremen Abnutzung durch schmirgelnde und schleifende Belastungen von mineralischen und nachwachsenden Stoffen. Sand, Steine, Erntegut und Feuchtigkeit wirken gemeinsam – abrasiv und korrosiv zugleich.

Üblicherweise wird durch den Einsatz von verschleißfesten Werkstoffen und verschiedensten Herstellungsverfahren, wie zum Beispiel das Härten mit anschließendem Hartverchromen, versucht, den Verschleiß so gering wie möglich zu gestalten.

Dieser Weg hat zwei Nachteile: Er verlängert die Prozesskette um externe Schritte – mit Transport, Wartezeit und zusätzlicher Verantwortungsschnittstelle. Und er behandelt jedes Bauteil gleich, obwohl der tatsächliche Verschleißmechanismus stark variiert.

Anforderungsprofil

Belastung
abrasiv und korrosiv
Medien
mineralisch & nachwachsend
Saisonalität
hohe Verfügbarkeit zur Ernte
Standzeit
lange Wechselintervalle
Reparierbarkeit
Instandsetzung statt Neuteil
Wirtschaftlichkeit
weniger Schritte
Landwirtschaft

Unsere Lösung

Die Oberfläche wird aufgeschweißt – abgestimmt auf den Mechanismus

Abgestimmt auf den jeweils vorliegenden Verschleißmechanismus sind wir in der Lage, eine korrosionsbeständige und verschleißfeste Oberfläche zu schweißen. Dadurch kann auf nachfolgende Prozesse wie Härten und Hartverchromen verzichtet werden.

Der Ansatz spart nicht nur Prozessschritte, er ist auch gezielter: Statt das gesamte Bauteil zu behandeln, wird die Schutzschicht dort aufgebracht, wo sie gebraucht wird – in der Legierung, die zum konkreten Angriff passt. Verschlissene Bauteile lassen sich auf demselben Weg instand setzen, statt sie zu ersetzen.

Verschleißanalyse

Untersuchung des Schadensbildes: Abrasion, Erosion, Korrosion oder eine Kombination daraus.

Legierungsauswahl

Auswahl der Auftragslegierung passend zum vorliegenden Verschleißmechanismus.

Grundkörperfertigung

Drehen und Fräsen des Grundkörpers mit Aufmaß für die aufzutragende Schicht.

Auftragschweißen

Aufbringen der korrosionsbeständigen und verschleißfesten Oberfläche gemeinsam mit unserem Schweißfachbetrieb.

Endbearbeitung

Fertigbearbeitung auf Endmaß und Oberflächengüte – ohne Härten und Hartverchromen.

Erzeugnisse

Bauteile für Landwirtschaft

Ein Auszug – Bild anklicken für die Großansicht.

Zur Weiterverarbeitung fertige Walzen
Zur Weiterverarbeitung fertige Walzen
Grundkörper vor der Oberflächenveredelung.
Erntetechnik im Einsatz
Erntetechnik im Einsatz
Mineralische und nachwachsende Stoffe belasten Komponenten dauerhaft.
Feldeinsatz
Feldeinsatz
Standzeit entscheidet über Verfügbarkeit im engen Erntefenster.

Nachweis

Werkstoff, Toleranz, Dokumentation

Was in diesem Einsatzfeld geprüft und mitgeliefert wird.

Typische Werkstoffe in diesem Einsatzfeld:

VergütungsstahlBaustahlHartauftragslegierungenNichtrostender StahlVerschleißfeste Sonderwerkstoffe

Was wir dokumentieren

  • Bewertung des Verschleißbildes vor der Legierungswahl
  • Maß- und Formprüfung nach der Endbearbeitung
  • Sicht- und Rissprüfung der Auftragsschicht
  • Schichtdickenkontrolle an den Funktionsflächen
  • Werkstoff- und Chargennachweis

Fertigungsdaten

Verfahren
Auftragschweißen statt Härten
Entfällt
Hartverchromen
Drehlänge
bis 3.000 mm
Drehdurchmesser
bis 750 mm
Futterteile
bis Ø 1.250 mm
Instandsetzung
verschlissener Bauteile möglich

Zusammengefasst

Zurück zu den Wurzeln – mit heutiger Technik.

Otto Schnell gründete 1919 eine Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. Über hundert Jahre später ist die Landwirtschaft wieder ein Feld, in dem wir gebraucht werden – nur geht es heute um die Komponenten, die am schnellsten verschleißen.

Häufige Fragen

Abgestimmt auf den jeweils vorliegenden Verschleißmechanismus schweißen wir eine korrosionsbeständige und verschleißfeste Oberfläche auf. Dadurch kann auf nachfolgende Prozesse wie Härten und Hartverchromen verzichtet werden.

In vielen Fällen ja. Der Grundkörper wird abgearbeitet, neu beschichtet und auf Endmaß gebracht.

Überall dort, wo schmirgelnde und schleifende Belastungen auftreten: Walzen, Wellen, Führungen, Förder- und Schneidkomponenten.

Ja. Neben Einzelteilen fügen wir Komponenten zu einbaufertigen Baugruppen und übernehmen auf Wunsch Materialmanagement und Logistik.

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