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Aufzuggetriebegehäuse für die Lasten- und Personenbeförderung in Windkraftanlagen – jedes Bauteil vermessen, jedes Maß dokumentiert.

Die Herausforderung

Auf engstem Raum, unter Last, in großer Höhe.

Getriebegehäuse für Aufzüge müssen auf engstem Raum besondere Lasten aushalten und sicher tragen. Zur Lasten- und Personenbeförderung in Windkraftanlagen gelten darüber hinaus besonders hohe Sicherheitsvorgaben.

Der Turm einer Windkraftanlage ist kein Ort für Nacharbeit. Wartungspersonal fährt in Höhen von achtzig Metern und mehr, oft offshore, oft bei Wind. Ein Getriebegehäuse, dessen Lagersitze nicht exakt fluchten, erzeugt Zwangskräfte, die sich über die Betriebsdauer in Verschleiß und Geräusch übersetzen – und im Ernstfall in einen Ausfall.

Gleichzeitig ist der Bauraum eng. Wandstärken lassen sich nicht beliebig erhöhen, um Fertigungsungenauigkeiten auszugleichen. Was fehlt, muss über Präzision kompensiert werden, nicht über Material.

Anforderungsprofil

Toleranzen
minimalste Zulässigkeit
Prüfquote
100 % der Serienteile
Sicherheit
Personenbeförderung
Bauraum
hohe Leistungsdichte
Lebensdauer
20+ Jahre Anlagenbetrieb
Nachweis
Messprotokoll je Bauteil
Windenergie

Unsere Lösung

Ein gemeinsam entwickelter Prozess – und 100 % Vermessung

In Zusammenarbeit mit unserem Kunden haben wir einen Bearbeitungsprozess für Getriebegehäuse entwickelt, der diese Anforderungen erfüllt. Jedes Bauteil, das die Serienproduktion verlässt, wird exakt vermessen und muss zu 100 Prozent den Vorgaben entsprechen, die nur minimalste Toleranzen zulassen.

Der Prozess entstand nicht am Reißbrett, sondern im Wechselspiel aus Konstruktion und Fertigung: Spannkonzept, Bearbeitungsreihenfolge und Prüfstrategie wurden so lange aufeinander abgestimmt, bis die geforderten Lagetoleranzen reproduzierbar erreicht wurden.

Gemeinsame Prozessentwicklung

Abstimmung von Bearbeitungsfolge, Spannmitteln und Prüfstrategie direkt mit der Konstruktion des Kunden.

Aufspannungsminimierung

Lagersitze und Anschlussflächen werden möglichst in einer Aufspannung gefertigt, damit Lagetoleranzen nicht durch Umspannfehler entstehen.

Serienfertigung

Produktion auf den automatisch beschickten Bearbeitungszentren mit überwachten Werkzeugstandzeiten.

100-%-Vermessung

Jedes Serienteil wird auf dem 3D-Koordinatenmessgerät vermessen – keine Stichprobe, sondern Vollprüfung.

Dokumentation & Freigabe

Messprotokoll je Bauteil, Chargenzuordnung und Freigabekennzeichnung vor dem Versand.

Erzeugnisse

Bauteile für Windenergie

Ein Auszug – Bild anklicken für die Großansicht.

Aufzuggetriebegehäuse
Aufzuggetriebegehäuse
Gehäuse für den Aufzugsantrieb in Windkraftanlagen – vollvermessen.
Einsatz in der Anlage
Einsatz in der Anlage
Der Aufzug ist Arbeitsmittel und Sicherheitseinrichtung zugleich.
Geprüfte Ware
Geprüfte Ware
Nur Bauteile mit vollständigem Messnachweis werden freigegeben.

Nachweis

Werkstoff, Toleranz, Dokumentation

Was in diesem Einsatzfeld geprüft und mitgeliefert wird.

Typische Werkstoffe in diesem Einsatzfeld:

Sphäroguss GJSGrauguss GJLVergütungsstahlAluminiumlegierungenEdelstahl

Was wir dokumentieren

  • Vollständige 3D-Vermessung jedes Serienbauteils
  • Form- und Lagetoleranzen der Lagersitze
  • Achsabstände, Fluchtung und Parallelität
  • Dicht- und Anlageflächen inkl. Ebenheit
  • Messprotokoll und Chargenrückverfolgung

Fertigungsdaten

Prüfquote
100 % der Serienteile
Messgerät I
Teta CNC · 1.500 × 800 × 800 mm
Messgerät II
Rapid Plus CNC · 1.000 × 600 × 500 mm
Messsoftware
Metrolog
Fräsen X/Y/Z
1.400 / 1.250 / 1.200 mm
Norm
EN ISO 9001:2015

Zusammengefasst

Wo Menschen befördert werden, ist die Toleranz nicht verhandelbar.

Die Prüfung ist hier keine Formalie, sondern der Grund, warum das Bauteil eingebaut werden darf. Genau deshalb ist die Windenergie für uns ein Referenzfeld: Was hier funktioniert, funktioniert auch anderswo.

Häufige Fragen

Ja. Jedes Bauteil, das die Serienproduktion verlässt, wird exakt vermessen und muss zu 100 Prozent den Vorgaben entsprechen. Bei sicherheitsrelevanten Komponenten der Personenbeförderung ist eine Stichprobe für uns keine Option.

Ja. Der Prozess für die Getriebegehäuse wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickelt – Spannkonzept, Bearbeitungsfolge und Prüfbarkeit.

Bei Offshore-Einsatz stehen Korrosionsschutz und Werkstoffauswahl im Vordergrund. Wir stimmen Werkstoff und Oberflächenbehandlung mit Ihnen ab.

Da Programme, Vorrichtungen und Prüfpläne im System hinterlegt bleiben, entfällt bei Wiederholaufträgen der Einrichtungsaufwand.

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Dieselben Maschinen, andere Regeln.

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